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anwalt.de-Insight: Wann werden die meisten Anfragen gestellt?

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anwalt.de-Insight: Wann werden die meisten Anfragen gestellt?
Fiona Pröll anwalt.de-Redaktion

Digitale Kommunikation ist schneller als viele andere Kontaktwege. Versendet ein Ratsuchender online eine Anfrage, hegt er oft die Erwartung, dass seine Nachricht unmittelbar beim Anwalt eingeht und zügig bearbeitet wird. Wann lohnt es sich besonders, sich für Mandatsanfragen bereitzuhalten? Ein Blick in den Datenschatz von anwalt.de zeigt, welche Wochentage und Uhrzeiten bei Ratsuchenden für das Senden von Nachrichten im dritten Quartal 2020 am beliebtesten waren.

Direkt aus dem exklusiven Datenschatz von anwalt.de

Mehr als 2,5 Millionen Ratsuchende nutzen jeden Monat die Möglichkeit, sich auf anwalt.de zu informieren und bei Bedarf unmittelbar einen Rechtsanwalt anzuschreiben. Monatlich rund 100.000 Kontakte werden auf Deutschlands großer Anwaltsplattform hergestellt.

Aus diesem einzigartigen Datenschatz wertet anwalt.de für Sie aufschlussreiche Einblicke in die Rechtsberatungsbranche aus.

Konkret haben wir uns dieses Mal mit der Frage beschäftigt, ob sich ein Trend abzeichnet, wann – sprich an welchen Tagen der Woche und um welche Tageszeit – Ratsuchende zumeist ihre Anfragen versenden. Grundlage sind die Daten aus dem dritten Quartal 2020.

Verteilung der Anfragen auf die Wochentage

Von Montag bis Freitag werden deutlich mehr Nachrichten verschickt als am Wochenende. Der stärkste Tag ist dabei der Montag, an dem 19,11 Prozent aller Anfragen gestellt werden.

Die übrigen Tage der 5-tägigen Arbeitswoche liegen in der Beliebtheit etwas dahinter. Am seltensten wird mit 13,20 Prozent der Freitag für Anfragen gewählt.

Vermutlich warten viele Ratsuchende bewusst erst das Wochenende ab, bevor sie einen Anwalt kontaktieren. Entsprechend ruhig verhält es sich Samstag und Sonntag, auf die jeweils nur 7,02 bzw. 8,42 Prozent der Anfragen entfallen.

Ratsuchende stellen ihre Anfragen also vor allem an den Tagen der Woche, die ohnehin in den meisten Kanzleien reguläre Arbeitstage sind. Daher lässt sich im Büroalltag eine zügige Beantwortung recht leicht sicherstellen.

Im Durchschnitt weniger als ein Tag Wartezeit

Über alle Wochentage gemittelt erhalten Ratsuchende nach 22,35 Stunden eine Antwort auf ihre Anfrage. Betrachtet man die durchschnittliche Wartezeit der einzelnen Wochentage, ergibt sich ein heterogenes Bild.

Montag bis Donnerstag benötigen die Anwälte im Durchschnitt zwischen 17,05 und 18,90 Stunden für ihre Rückmeldung. Über das Wochenende steigt die Bearbeitungszeit demgegenüber rapide.

Anfragen, die an einem Freitag gesendet werden, erhalten nach durchschnittlich 59,90 Stunden eine Antwort; an einem Samstag geschickte nach 44,99 und an einem Sonntag geschickte nach 26,58 Stunden.

Wenn Sie also auch die an Freitagen erhaltenen Anfragen noch am selben Tag beantworten, verkürzen Sie den Ratsuchenden nicht nur die Wartezeit. Sie heben sich durch Ihren raschen Service zudem von einem Großteil der Wettbewerber ab.

Zugleich verringern Sie dadurch erheblich die Wahrscheinlichkeit, dass der Ratsuchende in der Zwischenzeit seine Anfrage auch noch an einen anderen Anwalt stellt.

Verteilung der Anfragen im Tagesverlauf

Zu welcher Uhrzeit senden die meisten Ratsuchenden ihre Anfragen? Vergleicht man die Wochentage miteinander, gibt es bezüglich der beliebtesten Zeitfenster so gut wie keine Unterschiede.

Die Anfragewelle steigt im Lauf des Morgens steil an. Werden um 8.00 Uhr 3,79 Prozent der Nachrichten geschickt, so sind es um 9.00 Uhr bereits 5,92 Prozent, um 10.00 Uhr 7,81 Prozent und um 11.00 Uhr 8,66 Prozent.

Nach dieser Spitze nehmen die Anfragen wieder langsam, beinahe kontinuierlich über den Nachmittag und Abend hinweg ab. Um 18.00 Uhr liegt der Anteil bei 5,30 Prozent.

Ratsuchende schreiben ihre digitalen Anfragen folglich zu ähnlichen Zeiten, zu denen sie vermutlich auch anrufen würden. Die meisten Nachrichten treffen zu den üblichen Bürozeiten ein – zu den Zeitpunkten, an denen die meisten Kanzleien ohnehin für den Publikumsverkehr geöffnet haben.

(FPR; ZGRA)

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Foto : ©anwalt.de/anwalt.de/ISE


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