Durchsuchung bei Vonovia verdeutlicht Notwendigkeit von Compliance

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Beim größten Wohnungsvermieter Europas Vonovia stand am 7. März 2023 unangenehmer Besuch vor der Tür. Die Staatsanwaltschaft ermittelt u.a. wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit – im Laufe einer Durchsuchung wurden daher unter anderem am Unternehmenssitz der Vonovia Wohnungsbaugesellschaft in Bochum Unterlagen und weitere Beweismittel gesichert, die nun ausgewertet werden müssen.

Es bestehen Anhaltspunkte dafür, dass sich Mitarbeitende von Vonovia durch sog. Nachunternehmen bei der Vergabe von Aufträgen haben bestechen lassen. Rechtsanwalt Dr. Traub: „Offenbar geht es hier um die Bevorzugung von Nachunternehmen bei der Auftragsvergabe sowie dafür im Gegenzug erhaltene Geld- oder Sachleistungen.“

Der Vonovia-Konzern zeigt sich kooperativ und sehr betroffen, immerhin sei das Unternehmen selbst schwer geschädigt worden – in welchem Ausmaß, darüber schweigen sich alle Beteiligten aus.

Für Vonovia kommen die Ermittlungen zur Unzeit. Ende der Woche wollte man Geschäftszahlen veröffentlichen und weiter erklären, warum in absehbarer Zeit keine Bauprojekte mehr begonnen werden sollen. Dies hatte man bereits vor Wochen mit Hinweis auf explodierende Kosten und steigende Zinsen angekündigt. 

Für Rechtsanwalt Dr. Traub ist das aktuelle Ereignis ein Beweis für die Notwendigkeit eines funktionierenden Compliance-Management-Systems. Nur durch angemessene Compliance-Maßnahmen kann das Risiko von Bestechungsvorgängen verhindert bzw. jedenfalls erheblich reduziert werden, um größere Schäden und auch einen Imageverlust für das jeweilige Unternehmen zu vermeiden.

Rechtsanwalt Dr. Traub (www.strafrecht-hohenlohe.de) steht Ihnen und Ihrem Unternehmen bei der Einführung von Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung gerne zur Verfügung.


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